AIDS / HIV
HIV gilt als eine der schlimmsten Krankheiten, welche die Welt bisher erlebt hat.
Durch die Unheilbarkeit und die Nebenwirkungen der starken Medikamente verlieren viele Menschen alle Hoffnung.
Jährlich steigt die Zahl der Neuinfektionen und das, obgleich es so scheint (sagt zumindest die Bundesregierung), als ob sich junge Menschen wieder verstärkt um eine Prävention bemühen würden. Zudem schreibt die Bundesregierung in ihrem Aktionsplan für die 16. Wahlperiode am 9.3.2007: “Die Akzeptanz von und die Solidarität mit Menschen mit HIV/AIDS ist stabilisiert.” Da stellt sich mir doch die Frage, wie diese angeblichen Werte wie Solidarität und Akzeptanz messbar sind?! Ich schätze nicht, dass es Erhebungen dazu gibt, zumindest wird nirgens darauf verwiesen und auch das Internet weist keine Anhaltspunkte dafür auf. Die Gelder des Bundes – stolze 12 Mio. Euro jährlich – erscheinen im ersten Augenblick viel zu sein, betrachtet man den diesjährigen Aufwand, den die Deutsche Aidshilfe betrieben hat, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, scheint es jedoch nicht genug gewesen zu sein: dieselben Postkarten mit den gleichen Motiven, dieselben Stars mit den gleichen Fotos und Slogans. Man könnte argumentieren, dass die deutsche Aidshilfe die Gelder wohl lieber sinnvollerweise für die “eigentliche” Arbeit verwendet, aber ist die Aufklärungs- und Präventionsarbeit nicht ein Teil dieser…?! Meine Stadt der Zukunft muss angemessener mit dem Thema HIV umgehen. Vergünstigungen im Nahverkehr, im Kino und in anderen öffentlichen Einrichtungen müssen erfolgen, denn diese Menschen beziehen keine große Rente. Gelder sind knapp, aber auch wenn Präventionsarbeit (bitte mal wieder etwas ansprechender) geleistet werden muss, so sollte insbesondere vor Ort geholfen werden. Die perfekte Stadt muss das alles bewerkstelligen können. Veranstaltungen zur Aufklärung müssen das ganze Jahr stattfinden, nicht nur 2-3 Wochen vor dem Welt- Aidstag und Aktionen, die ein Zusammenführen zwischen “Gesund” und “Krank” möglich machen, müssen präzisiert und umgesetzt werden. Kathrin Röwer
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