Kommunale Energieversorgung
Steigende Energiepreise werden zunehmend zu einer finanziellen Belastung für die Kommunen.
Dieses Problem wird durch die Tatsache verschärft, dass die meisten Kommunen den größten Teil ihres Energiebedarfs durch fossile Brennstoffe decken, deren Preise in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Wir wollen daher eine Energieversorgung die auch langfristig bezahlbar ist.
Unserer Ansicht kann dies nur mit den erneuerbaren Energieträgern gelingen. Diese haben nicht nur den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern immer günstiger werden, sondern sie machen die Kommunen auch ein Stück weit unabhängiger von den großen Stromkonzernen. Denn mit Hilfe der erneuerbaren Energieträgern können die Kommunen in Zukunft ihren eignen Strom produzieren.
Daher setzten wir uns für einen Wechsel weg von fossilen Brennstoffen und Hin zu den Erneuerbaren Energien ein. Ein erfolgreicher Wechsel hin zu mehr Strom aus den Erneuerbaren kann aber nur gelingen, wenn wir dabei auf einen Mix aus Solarenergie, Wasser- und Windkraft, Biokraftstoff und Geothermie setzen. Besonders kostenintensive Vorhaben wie z.B. bei der Einrichtung eines Solarparks oder dem Bau einer Biogasanlage können als Gemeinschaftsprojekte mehrerer Gemeinden realisiert werden.
Die Kommunen sollen aber nicht nur selber in neue Energieträger investieren, ihnen kommt nach unseren Vorstellungen auch eine zentrale Funktion dabei zu, wenn es darum geht, die Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, verstärkt auf die Erneuerbaren Energieträger zu setzten. Die Kommunen können durch eigene Förderprogramme Anreize Schaffen. Außerdem machen wir uns für eine Beratungsstelle in den Landkreisen stark, die die Bürger in Ihren Möglichkeiten berät Ökostrom zu beziehen oder sogar eigenen Ökostrom zu produzieren.
Jedoch kann der Wechsel zur mehr Ökostrom in den Kommunen unserer Ansicht nur dann gelingen, wenn es gelingt, den Energieverbrauch nachhaltig zu senken. Durch Investitionen in die bestehende kommunale Infrastruktur wollen wir den Energieverbrauch der Städte und Gemeinden senken. Dafür gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Angefangen bei einer verbesserten Wärmedämmung über den Einbau von effektiveren Heizungsanlagen in die kommunalen Gebäude bis hinzu einer energieeffizienteren Straßenbeleuchtung gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Energieeinsparung.
Unsere Vision der kommunalen Energieversorgung ist regenerativ, dezentral und finanzierbar!
Denis Engelhardt, Leutenbach

17. November 2008 at 14:20
Frischer Wind für die kommunale Energieversorgung
Wir müssen den Mut haben auch in Baden-Württemberg an geeigneten Standorten Windräder zu bauen. Der rückwärtsgewandten CDU-Propaganda von der “Verspagelung der Landschaft” sei die Frage gestellt, ob sich denn Überland-Hochspannungsmasten besser in das Landschaftsbild einpassen, die den Strom aus Atomkraftwerken mit häßlichen Wasserdampfwolken in die Gemeinden leiten.
Im Wald wächst Wärme
Viele Kommunen verfügen über eigenen Wald. Warum also nicht bei öffentlichen Gebäuden auf Holzhackschnitzelhizungen setzen ? Energie kann so aus dem eigenen Forst gewonnen werden. Das ist umweltfreundlicher durch kurze Wege und macht uns zudem unabhängiger vom Import anderer Energieträger.
kommunale Energieversorgung als Investionsobjekt
Manch einer mag nach Investitonsmöglichkeiten für sein Erspartens suchen. Das EEG macht die Produktion von erneuerbarer Energie attraktiv. Der eigene Geldbeutel gibt eine eigene ausreichend große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Eigenheims nicht bei jedem her. Kommunen können solchen Anlagen auf öffentlichen Gebäuden installieren und ihren Bürgern anbieten sich daran zu beteiligen.
19. November 2008 at 11:31
Forderungen der Jusos Waghäusel zur kommunalen Energiepolitik
Der Klimawandel und seine Folgen sind in aller Munde. Ob Europäische Union, Bundes- oder Landesregierung: alle politischen Ebenen legen Maßnahmenpakete vor, wie der Kohlendioxidausstoß reduziert und gleichzeitig die Energieversorgung sichergestellt werden kann.
Es reicht allerdings bei weitem nicht aus, auf das politische Handeln Anderer zu warten. Auch in unserer Stadt gilt es, auf der einen Seite die Potenziale im Bereich der Erneuerbaren Energien zu heben und auf der anderen Seite Energie einzusparen.
Hierbei muss aus unserer Sicht die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel vorangehen und entsprechende Maßnahmen umsetzen.
Ziel muss es sein, dass die städtischen Einrichtungen bis zum Jahr 2015 ein Viertel weniger Energie verbrauchen als zur Zeit.
Wir fordern daher:
1. Kommunales Investitionsprogramm Regenerative Energie
a) Um den regenerativen Energien in der Stadt zum Durchbruch zu verhelfen, soll die Stadt ein Investitionsprogramm auflegen. Pro Jahr soll eine kommunale Einrichtung mit einer Solaranlage zur Energie- und Wärmegewinnung ausgerüstet werden. Priorität haben dabei die größeren kommunalen Gebäude.
Zur Finanzierung soll hierfür die Konzessionsabgabe herangezogen werden.
b) Darüber hinaus soll die Möglichkeit geprüft werden, den Energiebedarf öffentlicher Einrichtungen mit Hilfe von modernen Blockheizkraftwerken zu decken.
c) Der Betrieb aller vorher genannten Strom- und Wärmelieferanten erfolgt durch die Stadt Waghäusel. Damit kommt neben den ökologischen Vorteilen auch der finanzielle Vorteil wieder bei den Bürgern an.
2. Energie einsparen!
a) Bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen für die Stadtverwaltung ist darauf zu achten, dass diese den neusten Umweltanforderungen gerecht werden. Hierbei gilt der von der EU vorgeschlagene Orientierungsrahmen von 120 Gramm CO2/km. Davon ausgenommen sind selbstverständlich die entsprechend notwendigen Fahrzeuge von Bauhof, Stadtgärtnerei und Feuerwehren.
b) Die städtischen Gebäude sollen im Bereich der Wärmenutzung den Vorgaben des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes unterworfen werden. Dieses sieht ab 2010 für bestehende Bauwerke einen 10-prozentigen regenerativen Anteil am Warmwasser- und Heizwärmebedarf verpflichtend vor. Dieses Ziel soll schnellstmöglich erreicht werden.
c) Das Anstrahlen öffentlicher Gebäude und Kirchen in der Nacht sollte zeitlich begrenzt werden.
d) Bei neu eingerichteten Straßenlaternen ist möglichst auf solarbetriebene LED-Leuchten zurückzugreifen. Wo dies nicht möglich ist, sollten dennoch besonders energiesparende Lampen eingesetzt werden, die auch über eine Dimmerfunktion verfügen sollten, um den Verbrauch besser regulieren zu können.
e) In allen öffentlichen Einrichtungen sind umgehend Energiesparlampen anzubringen.