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	<title>Kommentare zu: Integration als Schlüsselthema für die Zukunftsfähigkeit</title>
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	<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 18:11:36 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Yeliz Ayvaz</title>
		<link>http://dsdz.info/2008/12/integration-als-schlusselthema-fur-die-zukunftsfahigkeit/#comment-85</link>
		<dc:creator>Yeliz Ayvaz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 18:05:31 +0000</pubDate>
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		<description>Die Integration in Mannheim anhand eines solchen Monitoring zu analysieren, zu verbessern und voranzutreiben ist ein lobenswertes Projekt. Denn eine gelungene und effektive Integrationspolitik ist die Grundlage für ein zukünftiges, „friedliches Zusammenleben in Vielfalt“. Daher wäre es wünschenswert, dass sich viel mehr Menschen, Kommunen, Städte und Länder intensiver mit dieser Frage beschäftigten. 
Das Integrationskonzept packt das Problem, meiner Meinung nach, genau an der richtigen Stelle an. Es soll Integration aktiv gestalten und steuern und richtet sich dabei nach einem genau definierten Ziel: jegliches kommunales Handeln berücksichtigt interkulturelle Aspekte und führt somit zu einer gerechteren Verteilung der Lebenschancen. Die Stadt Mannheim sieht in ihrer Vielfalt die Chance und das Potenzial für ihre Zukunftsfähigkeit.
Diese Vielfalt allerdings, ist vielerorts Ursache für ein großes Gefälle innerhalb der Gesellschaft. Die mangelhafte Integrationspolitik, die in Deutschland bisher betrieben wurde hat dazu geführt, dass sich hierzulande langsam eine Parallelgesellschaft, bestehend aus den Nachkömmlingen unserer damaligen Gastarbeiter, herausgebildet hat. Diese sind leider noch zu häufig junge Menschen mit Migrationshintergrund, die die Klassen der Hauptschulen füllen und der deutschen Sprache nur mäßig mächtig sind. Ihre Großeltern und Eltern kamen nach Deutschland, um zu arbeiten. Es war also nicht so wichtig, dass sie oder ihre Kinder deutsch lernten, Deutschland kennenlernten und sich integrierten. Sie wollten arbeiten und Geld verdienen, um dann wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Dazu wurden sie schließlich auch hergebeten. An Integration hat damals eben niemand gedacht. Diese Rechnung ging so leider nicht auf. Die meisten blieben hier. Sie bekamen Kinder und Enkelkinder um deren Integration man heute so bemüht ist. 
Andererseits führt diese Vielfalt vor allem in schlechten Zeiten der Finanzkrise, wie schon bei vielen anderen Rezessionen in der Geschichte, zu einer Renaissance von Fremdenfeindlichkeit, Fremdenhass und Rechtsextremismus. Das Attentat auf den Passauer Polizeichef Manichl ist dabei nur eines von vielen Verbrechen mit rechtsextremer Motivation. Gleichzeitig ist klar: rechtes Gedankengut macht sich auch in der Mitte unserer Gesellschaft breit. 
Darum sind Integrationskonzepte, wie beispielsweise das mannheimer Integrationsmonitoring, sehr wichtig und sollten dringend unterstützt und gefördert werden. Wer in Zukunft in einer harmonischen Gesellschaft leben möchte, in der sich Chancen und Verantwortungen gerecht verteilen, kommt an Integration nicht vorbei. Integration geht alle an. Integration beschäftigt sich mit Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund. Deshalb ist es genauso wichtig ihnen die Gelegenheit zu geben, Integrationskonzepte mitzugestalten und Integration bewusst mit zusteuern. Sie müssen auch in den Stadtverwaltungen und Gemeinderäten entsprechend vertreten sein. Sie sollten alle die Möglichkeit haben, sich mindestens an dem Kommunalwahlen zu beteiligen, egal welche Staatsbürgerschaft sie innehaben. So, wie es die Menschen mit europäischem Migrationshintergrund schon länger können. Bis dahin ist es wahrscheinlich noch ein langer und beschwerlicher Weg, den wir nur gemeinsam gehen können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Integration in Mannheim anhand eines solchen Monitoring zu analysieren, zu verbessern und voranzutreiben ist ein lobenswertes Projekt. Denn eine gelungene und effektive Integrationspolitik ist die Grundlage für ein zukünftiges, „friedliches Zusammenleben in Vielfalt“. Daher wäre es wünschenswert, dass sich viel mehr Menschen, Kommunen, Städte und Länder intensiver mit dieser Frage beschäftigten.<br />
Das Integrationskonzept packt das Problem, meiner Meinung nach, genau an der richtigen Stelle an. Es soll Integration aktiv gestalten und steuern und richtet sich dabei nach einem genau definierten Ziel: jegliches kommunales Handeln berücksichtigt interkulturelle Aspekte und führt somit zu einer gerechteren Verteilung der Lebenschancen. Die Stadt Mannheim sieht in ihrer Vielfalt die Chance und das Potenzial für ihre Zukunftsfähigkeit.<br />
Diese Vielfalt allerdings, ist vielerorts Ursache für ein großes Gefälle innerhalb der Gesellschaft. Die mangelhafte Integrationspolitik, die in Deutschland bisher betrieben wurde hat dazu geführt, dass sich hierzulande langsam eine Parallelgesellschaft, bestehend aus den Nachkömmlingen unserer damaligen Gastarbeiter, herausgebildet hat. Diese sind leider noch zu häufig junge Menschen mit Migrationshintergrund, die die Klassen der Hauptschulen füllen und der deutschen Sprache nur mäßig mächtig sind. Ihre Großeltern und Eltern kamen nach Deutschland, um zu arbeiten. Es war also nicht so wichtig, dass sie oder ihre Kinder deutsch lernten, Deutschland kennenlernten und sich integrierten. Sie wollten arbeiten und Geld verdienen, um dann wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Dazu wurden sie schließlich auch hergebeten. An Integration hat damals eben niemand gedacht. Diese Rechnung ging so leider nicht auf. Die meisten blieben hier. Sie bekamen Kinder und Enkelkinder um deren Integration man heute so bemüht ist.<br />
Andererseits führt diese Vielfalt vor allem in schlechten Zeiten der Finanzkrise, wie schon bei vielen anderen Rezessionen in der Geschichte, zu einer Renaissance von Fremdenfeindlichkeit, Fremdenhass und Rechtsextremismus. Das Attentat auf den Passauer Polizeichef Manichl ist dabei nur eines von vielen Verbrechen mit rechtsextremer Motivation. Gleichzeitig ist klar: rechtes Gedankengut macht sich auch in der Mitte unserer Gesellschaft breit.<br />
Darum sind Integrationskonzepte, wie beispielsweise das mannheimer Integrationsmonitoring, sehr wichtig und sollten dringend unterstützt und gefördert werden. Wer in Zukunft in einer harmonischen Gesellschaft leben möchte, in der sich Chancen und Verantwortungen gerecht verteilen, kommt an Integration nicht vorbei. Integration geht alle an. Integration beschäftigt sich mit Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund. Deshalb ist es genauso wichtig ihnen die Gelegenheit zu geben, Integrationskonzepte mitzugestalten und Integration bewusst mit zusteuern. Sie müssen auch in den Stadtverwaltungen und Gemeinderäten entsprechend vertreten sein. Sie sollten alle die Möglichkeit haben, sich mindestens an dem Kommunalwahlen zu beteiligen, egal welche Staatsbürgerschaft sie innehaben. So, wie es die Menschen mit europäischem Migrationshintergrund schon länger können. Bis dahin ist es wahrscheinlich noch ein langer und beschwerlicher Weg, den wir nur gemeinsam gehen können.</p>
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