Selbst mal jung gewesen?!

Unser Ziel ist eine Stadt, in der sich alle Generationen gleichermaßen wohl, willkommen und daheim fühlen.

Dazu ist es einerseits notwendig, Jugendlichen vor Ort Unterstützung und Hilfe anzubieten. Andererseits muss die Stadt auch Freiheiten zugestehen und Freiräume –
auch im öffentlichen Raum – schaffen. 

1. Partizipation: Mitreden als Schlüssel

Die Einrichtung von Jugendforen, bzw. –gemeinderäten ist definitiv ein wichtiger und vernünftiger Schritt in Richtung Jugendbeteiligung! Darüber hinaus gilt es allerdings, die Hemmschwelle für aktive Beteiligung zu senken. Jugendliche brauchen nicht nur die theoretische, sondern die tatsächliche Möglichkeit mitzureden und mitzumachen!
Ein besonderes Problem sieht die SPD darin, dass mit den gängigen Formen der Jugendbeteiligung gerade die Jugendlichen nicht erreicht werden, die gemeint sind, wenn ganz allgemein von „den Jugendlichen“ die Rede ist. Jene Jugendliche nämlich, die nicht in Vereinen, Schüler- und Auszubildendenvertretungen organisiert sind und die damit keine Interessenvertretung haben. Sie sind nur schwer zu erreichen.
Die SPD steht für einen klaren Kurs: wir müssen mit den Jugendlichen sprechen, nicht über sie

2. Ursachen bekämpfen: Alkohol als Problem erkennen

Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen stellt sich in den meisten Kommunen zunehmend als Problem dar. Hier kann die Stadt eine wichtige Rolle in der Ursachenbekämpfung zu übernehmen.
Eine (Alkohol-)Verbotspolitik an diesem Punkt lehnen wir ab. Nicht das gemütliche Glas Wein am See oder auf dem Marktplatz muss verhindert werden, sondern exzessives Trinken und Vandalismus und vor allem deren Ursachen. Kampagnen und Initiativen zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol finden unsere Unterstützung, reichen aber lange nicht aus, um das Problem in den Griff zu bekommen. Stattdessen muss die Stadt dafür Sorge tragen, dass hinreichend Ansprechpartner für Jugendliche zur Verfügung stehen, unter anderem durch eine Ausweitung der mobilen Jugendarbeit. Aber auch Betreuungs- und Beratungsmöglichkeiten am Nachmittag in den Stadtteilen können einen wichtigen Teil dazu beitragen, bereits im Grundschulalter Strukturen aufzubauen, die Orientierung geben können. Die Stadt muss sich um Einrichtung und Förderung derartiger Institutionen kümmern. Darüber hinaus spielt das Maß, in dem sich Jugendliche mit ihrer Stadt identifizieren können, eine große Rolle. Hier gilt es, Maßnahmen zu ergreifen: wir wollen die Ursachen bekämpfen anstatt nur die Symptome zu verdrängen!

3. Platz schaffen: Jugend braucht Raum

Wer sich mit seiner Stadt identifizieren soll, der muss dort mehr sein als nur geduldet. Wir brauchen deshalb mehr Flächen und Räume für Jugendliche. Das können Bolzplätze sein, Trendsportflächen oder Sitzgelegenheiten. Wichtig ist, dass diese Flächen ins Stadt(teil)bild integriert sind. Eine reine Verdrängungspolitik Jugendlicher aus bestimmten tourismustauglichen „Vorzeige“-Bereichen lehnen wir ab. Die SPD tritt auch vor dem Hintergrund der aktuellen Jugendstudie dafür ein, Jugendlichen auch räumliche Perspektiven zu eröffnen. Das soziale Leben Jugendlicher darf sich nicht auf Internet und Fernsehen beschränken. Wir wollen ein aktives Freizeitleben für Jugendliche, das soziale Strukturen ermöglicht, die Rückhalt und Orientierung geben können.

Wir wollen eine Stadt für alle!

Natalie Wöllenstein, Konstanz

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