Ideen zu einer solidarischen Gemeinschaft in unserer Region

Von den Jusos Heidenheim:
Demokratie beginnt vor Ort.
Die Kommunalpolitik ist das Feld, auf dem der Einzelne am meisten bewegen kann. Und die Kommunalpolitik ist der Bereich der Politik, der die meisten Auswirkungen auf das Leben der Menschen hat.
Wir Heidenheimer Jusos orientieren uns an fünf Grundwerten: Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Frieden und Nachhaltigkeit. Es ist unser Anspruch, diese Werte auch zur Maxime der Kommunalpolitik zu machen. Wir sind uns bewusst, dass einige unserer Ideen nicht sofort in die Tat umgesetzt werden. Auch wird es nicht gelingen, unsere Grundwerte immer 1:1 in der Tagespolitik umzusetzen. Es ist jedoch die Aufgabe einer Jugendorganisation, visionäre Ideen hervorzubringen.
Lasst uns gemeinsam träumen! Träumen von einer besseren Welt. Lasst uns diesen Traum gemeinsam schrittweise verwirklichen! Bildungspolitik

Wir Jusos sind uneingeschränkt für die gemeinsame Basisschule, die alle Schüler bis zur 10. Klasse erfasst. Die Basisschule ist nicht mit der Gesamtschule der 70er Jahre vergleichbar, eine aktuelle Konzeption würde völlig andere Strukturen aufweisen. Neuere Studien zeigen, dass allein die Anwesenheit von lernstärkeren Schülern schwächere zu deutlich besseren Leistungen animiert. Auf dem Weg zur Wissensgesellschaft ist Bildung für unsere Gesellschaft eine Grundvoraussetzung. Und das gilt für alle Glieder unserer Gesellschaft, nicht nur für einen elitären Zirkel! Wir fordern daher mehr Investitionen in die Bildungspolitik. Neben Sozialausgaben sind Ausgaben für Bildung die Hauptaufgaben, die im Haushalt besondere Berücksichtigung finden müssen! Geld für Bildung ist keine Subvention, sondern eine Zukunftsinvestition! Von jedem Cent wird unsere Gesellschaft zu einem späteren Zeitpunkt profitieren.

Chancengleichheit und Emanzipation

Kein Mensch darf aufgrund seiner Herkunft, seines Geschlechts, seines Aussehens oder seines Alters benachteiligt werden. Soziale Unterschiede dürfen sich nicht negativ auf die Chancen von Menschen auswirken. Neben unseren Forderungen zu Bildung, Jugendarbeit und Migration, welche vor allem auf die Verbesserung der Situation von Migranten, Jugendlichen und sozial Benachteiligten abzielen, sind vor allem ältere Menschen und Frauen in unserer Gesellschaft noch immer Benachteiligungen ausgesetzt. Chancengleichheit bedeutet für uns mehr als die mittlerweile verwirklichte rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau. Auch nach über einhundert Jahren Frauenbewegung sind Männer und Frauen im öffentlichen Leben noch immer nicht gleichberechtigt. Noch immer verdienen Frauen für dieselbe Leistung weniger Geld als ihre männlichen Kollegen, noch immer haben Frauen schlechtere Chancen, Spitzenpositionen zu erreichen. Dies offenbart sich beispielsweise in unserem Landkreis dadurch, dass sämtliche Bürgermeister unserer sieben Gemeinden und vier Landkreise männlich sind. Ist es der Wunsch einer Frau, nach dem traditionellen Familienbild zu leben, so möge ihr dies gewährt sein. Der Großteil der Frauen möchte jedoch nicht länger so leben, ihre Wünsche nach gesellschaftlicher Gleichstellung sind daher zu respektieren und umzusetzen!

Jugendarbeit

Wir als Jusos setzen uns dafür ein, eine Region heranzubilden, in der sich alle Generationen gleichermaßen wohl fühlen und diese als ihre Heimat ansehen. Dazu muss den Jugendlichen vor Ort die Möglichkeit gegeben werden, durch die Kommune verschiedene Angebote, sowie Unterstützung und Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Im selben Maße muss die Stadt den Jugendlichen auch Freiheiten zugestehen und diese Freiräume im öffentlichen Raum schaffen. Dazu gehört etwa die Einrichtung von Jugendforen und die Schaffung, beziehungsweise Wiederbelebung von Jugendgemeinderäten, denn dies ist definitiv ein wichtiger und vernünftiger Schritt in Richtung Jugendbeteiligung. Gerade jugendliche Belange werden bei Themen wie dem öffentlichen Nahverkehr, der Neugestaltung des Sozialstaats oder der Finanzpolitik überall berührt und interessieren sich für Themen, welche sie direkt betreffen. Um diese Ziele erreichen zu können, muss allerdings die Hemmschwelle für aktive Beteiligung gesenkt werden. Jugendliche brauchen nicht nur die theoretische, sondern die tatsächliche Möglichkeit mitzureden und mitzumachen. Daher muss vor allem Jugendlichen, die nicht in Vereinen, Schüler- und Auszubildendenvertretungen organisiert sind und die damit keine Interessenvertretung haben, die Möglichkeit gegeben werden, sich zu relevanten Themen zu äußern. Desweiteren ist es absolut notwendig, dass sich Jugendliche mit ihrer Heimatkommune identifizieren können. Einem jungen Menschen, der sich mit seiner Stadt identifizieren soll, darf die Möglichkeit zur freien Entfaltung jedoch nicht verwehrt werden. Dazu braucht es eine ausreichende Zahl an Flächen und Räumen für Jugendliche. Eine Vielzahl an Bolzplätzen, Trendsportflächen oder Sitzgelegenheiten ist, die unmittelbar ins Stadtbild integriert sind, werden dementsprechend von Jugendlichen auch genügend genutzt werden. Ein gutes Beispiel, welches in diesem Fall zu nennen wäre, sind etwa die zur Landesgartenschau 2006 kreierten Sportflächen am Brenzpark. Dort verbringen viele Jugendliche ihre Freizeit oft bis in die späten Abendstunden. Darauf sollte im gesamten Kreisgebiet aufgebaut werden.

Kultur

Kultur ist ein öffentliches Gut, welches niemals vernachlässigt werden sollte. Heidenheim als Zentrum des Kreises besitzt ein überschaubares, aber kein schlechtes Kulturangebot. Wir Jusos setzen uns für ein ausgewogenes Angebot ein. Die übrigen Gemeinden verfügen über zum Teil sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Alle Gemeinden im Kreis profitieren voneinander, gemeinsame Planungen sind daher angebracht. Nur ein breitgefächertes Angebot kann den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht werden. Angebote jedweder Art sollten sich dabei nicht nur an den Bedürfnissen unserer Gäste orientieren, es müssen vor allem auch die Interessen der hier lebenden Bevölkerung, ob jung oder alt, berücksichtigt werden. Das derzeitige kulturelle Angebot in Heidenheim kann sich durchaus sehen lassen. Zahlreiche Museen, der Lokschuppen als attraktiver Veranstaltungsort, das Konzerthaus, das Sasse- und Naturtheater, die zwei Kinos und der Brenzpark bieten den Einwohnern ein vielfältiges Angebot an Möglichkeiten zum Verweilen. Zudem gelten viele dieser Einrichtungen als Anziehungspunkte für eine große Zahl von Besuchern von außerhalb des Landkreises. Jugendliche haben einen Anspruch auf Akzeptanz ihrer Kultur. Kultur darf nicht von oben definiert werden. Eigenständige Jugendkultur ist ein wichtiger Baustein in der Entwicklung junger Menschen hin zu einem selbstbestimmten Leben. Jugendkultur stellt eine Auseinandersetzung junger Menschen mit ihren Lebensumständen dar. Gerade deshalb ergeben sich in der Jugendkultur oft “Gegenbewegungen” und “Subkulturen”, die Unverständnis in der Elterngeneration hervorrufen und auf eine feindliche Realität prallen.

Jusos Heidenheim
Den kompletten Text findet ihr unter:
www.jusos-heidenheim.de

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