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	<title>DSDZ — Deine Stadt der Zukunft</title>
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	<pubDate>Sun, 28 Dec 2008 18:49:53 +0000</pubDate>
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		<title>Integration als Schlüsselthema für die Zukunftsfähigkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Dec 2008 18:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Integration]]></category>

		<category><![CDATA[Oberbürgermeister]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mannheim ist eine Einwanderungsstadt seit ihrer Gründung 1607:  viermal zerstört und immer wieder aufgebaut durch Zuwanderer aus vielen Nationen. Aktuell haben 30 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund.
August 2008 – Die Zuwanderung der vergangenen Jahrzehnte hat die Stadt nachhaltig geprägt. Das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, sozialen, religiösen und weltanschaulichen Hintergründen ist Merkmal eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_514" class="wp-caption alignleft" style="width: 262px"><img class="size-medium wp-image-514" title="Mannheimer Wasserturm" src="http://dsdz.info/wp-content/uploads/2008/12/mannheimer_wasserturm_chino_04-04-2007-300x200.jpg" alt="" width="252" height="168" /><p class="wp-caption-text">Mannheimer Wasserturm</p></div>
<p>Mannheim ist eine Einwanderungsstadt seit ihrer Gründung 1607:  viermal zerstört und immer wieder aufgebaut durch Zuwanderer aus vielen Nationen. Aktuell haben 30 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund.<span id="more-512"></span></p>
<p>August 2008 – Die Zuwanderung der vergangenen Jahrzehnte hat die Stadt nachhaltig geprägt. Das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, sozialen, religiösen und weltanschaulichen Hintergründen ist Merkmal eines auch zukünftig fortdauernden Veränderungsprozesses unserer Stadtgesellschaft. Dabei ist das Zusammenleben in Vielfalt bereits heute in Mannheim weitgehend akzeptierte Normalität. Dies ist auch Ergebnis einer bewussten Integrationspolitik, d.h. einer aktiven Gestaltung des durch Migration und von Pluralität geprägten gesellschaftlichen Veränderungsprozesses.</p>
<p>Hinsichtlich der Akzeptanz von Pluralität durch die „Mehrheitsgesellschaft“ können wir also zufrieden sein, bezüglich der objektiven Integrationserfolge und einer gerechten Verteilung von Lebenschancen aber nicht. Wir erarbeiten deshalb ein<br />
Integrationskonzept, in dem festgelegt werden soll, auf welche Art und Weise dieser Veränderungsprozess und das Zusammenleben in Mannheim gestaltet wird und mit welchen Zielsetzungen und auf der Grundlage welchen Selbstverständnisses der Stadt dies geschieht. Integration ist dabei als eine die gesamte Verwaltung betreffende Aufgabe zu verstehen; das heißt, dass die Stadt in ihrem kommunalen Handeln, in all ihren Projekten, ihren Planungen und ihren Dienstleistungen interkulturelle Aspekte berücksichtigt.</p>
<p>Integrationspolitik ist für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadtgesellschaft entscheidend, denn unser Potenzial sind die hier lebenden Menschen. Unsere Entwicklung hängt deshalb davon ab, inwieweit es gelingt, Bedingungen zu schaffen, die es<br />
den Menschen ermöglichen, die eigenen Fähigkeiten möglichst optimal zu entwickeln und einzusetzen. Auch sind die Chancen und Potenziale der vorhandenen kulturellen Vielfalt zu erkennen und zu fördern. Vor diesem Hintergrund bedeutet Integration, gleichberechtigte Möglichkeiten der Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben zu schaffen und zu erhalten sowie vor individueller und kollektiver Ausgrenzung zu schützen. Der Grad der Teilhabe kann am deutlichsten in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Kultur messbar festgestellt werden. Unser Integrationskonzept wird deshalb eine daten- und indikatorengestützte systematische Beschreibung und Bewertung der Integrationsentwicklungen in der Stadt liefern. Das Integrationskonzept wird also zu einem regelmäßig anzufertigenden Integrationsbericht führen, in dem über die im Verlaufszeitraum durchgeführten Maßnahmen und deren Wirksamkeit (Integrationsmonitoring) berichtet wird. Der Integrationsbericht bildet die Grundlage für die integrationspolitischen Entscheidungen und Schwerpunktsetzungen.</p>
<p>Aber auch das Gemeinschaftsgefühl in einer Stadt und das Zugehörigkeitsgefühl des Einzelnen zur Stadtgesellschaft sind zugleich wesentliche Gradmesser und Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integrationspolitik: Zugehörigkeit erzeugt Verantwortung. Verantwortungsübernahme wiederum setzt Teilhabe voraus. Ohne die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme kann ein Gemeinwesen auf Dauer nicht bestehen. Das Gemeinschaftsgefühl in einer Stadt und die Identifikation der Bürgerschaft mit ihrem Gemeinwesen sind deshalb Ziel aller Integrationsbemühungen. Ein solches Gemeinschaftsgefühl entsteht auch durch die gemeinsame Erinnerung an eine miteinander geteilte Vergangenheit. Zur städtischen Integrationspolitik zählt deshalb der Aufbau und die Pflege einer gemeinsamen Erinnerungskultur, in der die Migrationsgeschichte als essenzieller Bestandteil der Mannheimer Stadtgeschichte hervorgehoben und die Leistungen der Zuwanderer – gerade auch in der jüngeren Stadtgeschichte – als unverzichtbarer Beitrag für die Prosperität Mannheims gewürdigt und wertgeschätzt werden. Eine Anerkennungskultur, bezogen auf die Verdienste der Migrantinnen<br />
und Migranten für das Gemeinwesen, leistet dabei einen wichtigen Beitrag für deren Identifikation mit der Einwanderungsstadt Mannheim und für die Kultivierung und Weiterentwicklung eines internationalen<br />
und weltoffenen Charakters als zukunftsweisenden Standortfaktor.</p>
<p>Ziel der Integrationspolitik der Stadt Mannheim ist die Gestaltung einer Stadtgesellschaft und Stadtkultur, mit der sich möglichst alle in ihr lebenden Menschen identifizieren können. Die vorhandene Vielfalt wird dabei als Chance und Potenzial für unsere Zukunftsfähigkeit erkannt, nach außen dargestellt und gefördert.</p>
<p>Dr. Peter Kurz<br />
(Oberbürgermeister von Mannheim)</p>
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		<title>Augen auf – auch in reichen Kommunen!</title>
		<link>http://dsdz.info/2008/12/augen-auf-%e2%80%93-auch-in-reichen-kommunen/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 20:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Armut]]></category>

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		<description><![CDATA[Oft machen wir uns Gedanken darüber, wie wir unsere Städte noch attraktiver, noch schöner und noch besser gestalten können …
… dabei passiert es manchmal, dass wir Grundsätzliches aus den Augen verlieren.
In wohlhabenden Kommunen kann es einem schnell passieren, dass einem das Ausmaß an Armut, in dem manche Mitbewohner leben müssen, überhaupt nicht mehr bewusst ist. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-455" src="http://dsdz.info/wp-content/uploads/2008/12/armut_webdot_04-10-2007.jpg" alt="" width="191" height="191" />Oft machen wir uns Gedanken darüber, wie wir unsere Städte noch attraktiver, noch schöner und noch besser gestalten können …<br />
… dabei passiert es manchmal, dass wir Grundsätzliches aus den Augen verlieren.<span id="more-453"></span></p>
<p>In wohlhabenden Kommunen kann es einem schnell passieren, dass einem das Ausmaß an Armut, in dem manche Mitbewohner leben müssen, überhaupt nicht mehr bewusst ist. Manche wollen sich der Armut in ihrer Stadt auch gar nicht bewusst werden. Schließlich muss man dazu genau hinschauen! Und deshalb entscheiden sich die wenigsten Kommunen dazu einen „Armutsbericht“ zu erstellen.<br />
In der Vergangenheit mussten Städte nicht selten erst angestupst werden, bis es zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Armutsproblematik kam. In meiner Stadt, Karlsruhe, war das auch der Fall. Die Initiative ging zunächst von der Liga der freien Wohlfahrtspflege aus. Dank großen Engagements, war es „recht früh“ soweit: Im Jahr 1993 legte die Stadt Karlsruhe einen Armutsbericht vor. Ein solcher Bericht bedeutet viel theoretische Arbeit, Papier und einen großen Aufwand. Warum einen solchen Armutsbericht erstellen um hinterher wahrscheinlich noch schlechter als zuvor dazustehen? Der Grund hierfür ist, dass man Probleme nur ernsthaft bekämpfen kann, wenn man sie kennt. Man benötigt die entsprechenden Daten um zu wissen, mit welchen Formen von Armut man es zu tun hat. So wird zielgerichtetes Handeln möglich. Und so besteht eine Chance auf mehr soziale Gerechtigkeit!<br />
Besonders dramatisch ist, dass in einem so reichen Land wie Deutschland, das ja auch viel in Zukunft investiert, noch immer Kinder und Jugendliche gezwungen sind, in ärmlichen Verhältnissen aufzuwachsen, oft auch ohne eine reelle Chance auf Chancengleichheit im Bildungssystem. Allzu oft steht die schulische Entwicklung eines Kindes noch stark im Zusammenhang mit dem Vermögen der Eltern und der sozialen Herkunft. Auch wenn man solche Tatsachen weniger gern wahrnimmt. Umso wichtiger, dass die „Kinderarmut“ als eigenständiges Thema in die Berichterstattung aufgenommen wird, so auch in der Stadt Karlsruhe, die 1999 als eine der ersten Kommunen in Deutschland einen Bericht „Armut bei Kindern und Jugendlichen“ veröffentlichte.<br />
Die Situation in Deutschland ist nicht so rosig, wie allgemein vermutet, laut Unicef sind Kinder in Deutschland häufiger arm als Erwachsene und das trotz des hohen finanziellen Aufwandes von Seiten des Staates .<br />
Eine andere gravierende Entwicklung kann man in vielen Kommunen feststellen, wenn man den Anteil der Migrantinnen und Migranten, die von Soziahilfe abhängig sind betrachtet.<br />
Lösungen zur Verbesserung der Lebenssituation dieser Zielgruppe lassen auch noch in großen Teilen auf sich warten.<br />
Am stärksten betroffen sind Kinder alleinerziehender Eltern sowie  Mädchen und Jungen aus Zuwandererfamilien.<br />
Aber neben zielgruppenspezifischer Arbeit ist es ebenso wichtig, Konzepte wie das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ für die Bekämpfung von Armut zu nutzen. Jede Chance sollte ergriffen werden. Wenn Gelder nicht genutzt werden, weil sie nicht benötigt werden, ist das fair, doch wenn es am Engagement vor Ort scheitert, ist das nicht hinnehmbar. Auch wenn ein Programm „Soziale Stadt“ keine soziale Stadt zutage fördert, ist es wichtig alle möglichen Ressourcen zu nutzen, mit denen man etwas bewegen kann.</p>
<p>Die Gesamtentwicklung muss stimmen: Wenn sich alles allmählich zum Positiven verändern würde, wäre die Armutsproblematik nicht ganz so dramatisch. Nur leider trifft das Gegenteil zu. Die Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung sagen eindeutig: Die Schere von arm und reich geht immer weiter auseinander. Man kann das meist auch an Entwicklungen in der eigenen Kommune festmachen, beispielsweise ist ein Ergebnis in Karlsruhe (bezogen auf 2004), dass arme Stadtteile ärmer werden (d.h. Stadtteile mit einem überproportional hohen Anteil an Haushalten mit Transfereinkommen).<br />
Gegen die zunehmende Polarisierung von Arm und Reich in unserer Gesellschaft liegt noch kein Patentrezept vor. Umso wichtiger, dass auch Jugendliche sich Gedanken machen, wie sie ihre Zukunft gerechter gestalten können.</p>
<p>Reicht es aus, mehr Geld zu fordern? Ich denke, wenn man sich ernsthaft mit dieser Problematik auseinandersetzen will, darf man nicht nur nach den verfügbaren Einkommensressourcen fragen! Es ist wichtig den Blick auf die tatsächliche Versorgungslage der Menschen in zentralen Lebensbereichen wie Arbeit, Wohnen, Bildung, Gesundheit oder die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu richten. Erst wenn jeder Mensch in Deutschland, ganz gleich ob Kind, Frau, Wohnungs- oder Arbeitslos, gleiche Entwicklungschancen gewährt werden, ist Chancengleichheit verwirklicht.</p>
<p>Yvette Melchien, Karlsruhe</p>
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		<title>Richtig feiern.</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 19:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>

		<category><![CDATA[Nachtleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Was trinken gehen; Weggehen; Party machen; Feiern; Chillen; usw. mit diesen Begriffen versuchen wir einen nicht geringen Teil unserer Freizeitgestaltung zu umschreiben. Die altmodische Umschreibung dafür dürfte das „Nachtleben“ sein.
Aber was macht ein gutes Nachtleben in einer Stadt aus?
Wie bereits erwähnt geht es dabei in erster Linie um die Gestaltung unserer Freizeit. Ausgenommen sind davon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-441" src="http://dsdz.info/wp-content/uploads/2008/12/turnklub_diskokugeln_lickmydesign_23-01-2007-300x200.jpg" alt="" width="270" height="180" />Was trinken gehen; Weggehen; Party machen; Feiern; Chillen; usw. mit diesen Begriffen versuchen wir einen nicht geringen Teil unserer Freizeitgestaltung zu umschreiben. Die altmodische Umschreibung dafür dürfte das „Nachtleben“ sein.</p>
<p>Aber was macht ein gutes Nachtleben in einer Stadt aus?<span id="more-438"></span><br />
Wie bereits erwähnt geht es dabei in erster Linie um die Gestaltung unserer Freizeit. Ausgenommen sind davon naturgemäß diejenigen, die in Discos, Bars und Kneipen arbeiten. Aber dies zeigt schon, dass auch handfeste finanzielle Interessen wie Arbeitsplätze und Steuereinnahmen hinter einem gelungenen Nachtleben stehen.</p>
<p>Werfen wir aber zunächst einen Blick auf die NachfragerInnen. Da es um die Gestaltung von (arbeits-, schul-, studiums-,) freier Zeit geht, will man abends ein Kontrastprogramm zum grauen Alltag. Da man tagsüber schon von allerlei Konventionen, Regeln, Zwängen und Stress geplagt ist, kann man ein gutes Nachtleben daran messen, wie viele Freiräume es bietet.</p>
<p>Freiräume können schon durch eine große  Auswahl an Kneipen, Discos und Bars geschaffen werden. Hierbei ist aber nicht die bloße Anzahl entscheidend. Es geht eher darum, dass Vielfalt geboten wird. Diese Vielfalt kann sich in der Musik, der Einrichtung, der Getränke oder der angebotenen Events ausdrücken. Außerdem gibt es immer mehr Szenen, die sich ein Stammlokal suchen. So spiegelt das Nachtleben auch die soziale Struktur der Stadt wieder.</p>
<p>Freiraum bedeutet aber auch, dass kleine Gruppen oder Szenen die Möglichkeit haben sich selbst zu verwirklichen und ihre Vorstellungen von einem guten Nachtleben umzusetzen. Dies können alternative Jugendtreffs, selbstverwaltete Zentren oder auch Vereinsheime sein. Für die Kultur und die Musikszene in einer Stadt ist es auch wichtig, dass die lokalen Bands Möglichkeiten haben zu proben und aufzutreten. Die Stadt kann in diesen Fällen also nicht von oben herab ein gutes Nachtleben verordnen. Ihre Aufgabe ist es Räume anzubieten und mit den jungen Leuten in Kontakt zu treten um zu erfahren, wo man unterstützend tätig werden kann. Eine zu starke Einmischung von Seiten der Stadt würde wieder zum Verschwinden der Freiräume führen.</p>
<p>Wo die Stadt aber durchaus etwas machen kann ist im Bereich der kommerziellen Anbieter von Nachtleben (gewinnorientierte Diskos, Bars, Clubs etc.) Für das Nachtleben ist es immer besser, wenn es viele kleine unterschiedliche Angebote an die Nachtschwärmer gibt. So bekommt jeder was er sucht und nicht nur das, was die örtliche Großraumdisko gerade anbietet. Leider verschwinden diese kleinen Clubs zunehmend, während die großen Tanzbunker zunehmen. Die Stadt kann durch Bebauungspläne und Baugenehmigungen solchen Entwicklungen durchaus entgegenwirken. Hinzu kommt, dass man bei den Großraumdiskos in einem Dilemma steckt: werden diese außerhalb der Stadt angesiedelt, so sind sie zu Fuß oder mit dem Bus schwer zu erreichen. Besoffene Autofahrten sind oft die Konsequenz. Wenn aber eine Großraumdisko zentral in der Stadt gebaut wird, so sind die vielen Besucher, der Lärm und der Müll für die Anwohner oft unerträglich. Kleinere Angebote sind aber leichter in der Stadt unterzubringen und sind durch die geringere Besucherzahl verträglicher für die Anwohner.</p>
<p>Problematisch sind die unterschiedlichen Interessen der BürgerInnen (schlafen oder feiern) besonders in Studentenstädten. Hier haben die Studierenden oft einen komplett anderen Partyrythmus als der Rest der Bevölkerung. So arbeiten nicht wenige die ganze Woche um am Wochenende wieder kräftig feiern zu können (thank god it´s friday!), während Studierende sich auch unter der Woche eine Auszeit nehmen können.<br />
Hier gilt es durch kluge kommunalpolitische Maßnahmen (Schallschutz, gutes ÖPNV Angebot, entzerrende Bebauungsplanung, Bewusstseinsbildung) die Konflikte zu entschärfen. Generell sollte aber auch unter der Woche ein gutes kulturelles Angebot gewährleistet sein, damit sich das Aufkommen an PartygängerInnen verteilt und die Einrichtungen auch wirtschaftlich betrieben werden können.</p>
<p>Insgesamt sollte sich die Stadt aber eher zurückhalten und den örtlichen Strukturen die Möglichkeit geben, sich frei zu entwickeln. Dann kann man seine FREIzeit auch wirklich genießen.</p>
<p>Frederick Brütting</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kinderspielplätze</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 09:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

		<category><![CDATA[Spielplätze]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das Deutschland ein kinderunfreundliches Land ist wissen wir schon lange, aber dass auch die Kommunen vor Ort vielleicht mal etwas gegen gewisse Missstände tun sollten, wollen diese nicht hören.

Ich möchte an dieser Stelle auf ein ganz konkretes Problem aufmerksam machen: die Sicherheit der Kinderspielplätze.
Vielleicht ist Ihnen oder euch das auch schon einmal aufgefallen: man läuft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-431 alignleft" src="http://dsdz.info/wp-content/uploads/2008/12/spielplatz-300x200.jpg" alt="" width="191" height="127" /></p>
<p>Das Deutschland ein kinderunfreundliches Land ist wissen wir schon lange, aber dass auch die Kommunen vor Ort vielleicht mal etwas gegen gewisse Missstände tun sollten, wollen diese nicht hören.</p>
<p><span id="more-429"></span></p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle auf ein ganz konkretes Problem aufmerksam machen: die Sicherheit der Kinderspielplätze.<br />
Vielleicht ist Ihnen oder euch das auch schon einmal aufgefallen: man läuft auf einen Spielplatz zu, Kinder toben, spielen Fangen oder Verstecken und die Straße ist genau daneben. Dass man Straßen nicht vermeiden kann ist keine Frage, aber man sollte doch dafür sorgen können, dass die Plätze auf denen Kinder spielen mit Zäunen von der Straße abgegrenzt sind und man sie nur durch ein Tor an einer der Straße abgewandten Seite betreten kann.<br />
Meine Stadt der Zukunft sollte zumindest diese Sicherheit für meine Kinder garantieren können. Ich möchte, dass auch wenn die Kinder groß genug sind, um alleine spielen zu gehen, ein Mindestmaß an Schutz vor Rasern oder einfach nur vor der aus Übermut resultierenden Unvorsichtigkeit der Kinder gewährleistet ist – zum Besten der Kinder, der Familien, aber auch der Autofahrer.</p>
<p>Cathy Röwer</p>
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		</item>
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		<title>Wer macht was? – Die Bedeutung des Ehrenamts in der modernen Bürgergesellschaft</title>
		<link>http://dsdz.info/2008/11/wer-macht-was-%e2%80%93-die-bedeutung-des-ehrenamts-in-der-modernen-burgergesellschaft/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 09:28:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der (oder die) Ehrenamtliche ist eine sagenumwobene Gestalt: viele soll es davon geben in unserem Land, viele Aufgaben übernehmen sie, die sonst vielleicht liegen bleiben würden, an allen Ecken und Enden sind sie zugange.
Der (oder die) Ehrenamtliche ist vielseitig begabt: er oder sie kann die Geschicke einer Stadt leiten, Brände löschen, Jugendgruppen betreuen, Essen kochen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-421" src="http://dsdz.info/wp-content/uploads/2008/11/ehrenamt1.jpg" alt="" width="180" height="162" />Der (oder die) Ehrenamtliche ist eine sagenumwobene Gestalt: viele soll es davon geben in unserem Land, viele Aufgaben übernehmen sie, die sonst vielleicht liegen bleiben würden, an allen Ecken und Enden sind sie zugange.<br />
Der (oder die) Ehrenamtliche ist vielseitig begabt: er oder sie kann die Geschicke einer Stadt leiten, Brände löschen, Jugendgruppen betreuen, Essen kochen, Gottesdienste gestalten, Alte pflegen, Leben retten, beim Einkauf helfen, Häuser bauen, Geige und Fußball spielen und und und…ist das Ehrenamt einfach ein modernes Heinzelmännchentum?</p>
<p><span id="more-418"></span></p>
<p>Das Ehrenamt ist der Kitt unserer Gesellschaft. Ohne die Menschen, die einen oft erheblichen Teil ihrer Freizeit dafür aufwenden, sich einzubringen in das öffentliche Leben, wäre unser Land nicht nur ziemlich trostlos, sondern auch ziemlich hilflos.</p>
<p>Mehr als 23 Mio Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Deutschland. Es ist wichtig, dass diese Menschen in ihrer Arbeit unterstützt und gewürdigt werden, am besten von der Gemeinde, in der sie leben. Das fängt an bei einem „Tag des Ehrenamts“, setzt sich fort über Vergünstigungen beispielsweise beim Eintritt für das städtische Hallenbad, Kino, Theater usw. und darf bei professioneller Unterstützung noch lange nicht enden. Denn das ist oftmals ein großes Problem im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit: es sind zu wenige Hauptamtliche da, um den Ehrenamtlichen einen professionellen Background zu vermitteln. Schulungen, Weiterbildungen, auch einfach „Tipps und Tricks“ und Rat in heiklen Situationen sind enorm wichtig, um Frustration zu verhindern und Langzeitmotivation zu gewährleisten. Deshalb sollte keiner Angst haben vor einer „Professionalisierung des Ehrenamtes“: solange dies bedeutet, dass jeder, der im Ehrenamt Verantwortung trägt, auch professionell geschult und begleitet wird und dadurch enorm an Sicherheit gewinnt (sowohl Selbstsicherheit als auch unter rechtlichen Aspekten), kann dies nur von Vorteil sein.<br />
Das ist auch der Grund, weshalb wir im Stadtjugendring Böblingen eingestiegen sind in das vom lokalen Evangelischen Jugendwerk initiierte „Jugendbegleiterprogramm“. In Form eines Lehrgangs, der in verschiedene Module gegliedert ist, werden dort Ehrenamtliche aller Altersgruppen, die die Nachmittagsgestaltung (in Arbeitsgemeinschaften ) an den Schulen leiten, ausgerüstet mit allem, was sie für ihre Aufgabe dort benötigen: in Rollenspielen wird der Umgang mit schwierigen Kindern und besorgten Eltern geübt, es gibt Theoriestunden über gruppendynamische Prozesse, außerdem werden sie über den rechtlichen Rahmen aufgeklärt und erfahrene Ansprechpartner werden vorgestellt.</p>
<p>In der Freiwilligen Feuerwehr und in den Sportvereinen ist es schon lange selbstverständlich, dass Ehrenamtliche in Leitungspositionen sich regelmäßig auf Lehrgängen weiterbilden.<br />
Wenn dieses Selbstverständnis auch in anderen Bereichen des Ehrenamtes Raum greift, dann kann das nur von Vorteil sein.</p>
<p>Denn eine breite Basis ehrenamtlich tätiger und hochmotivierter, weil gutausgebildeter  Menschen zieht eine Kettenreaktion nach sich: wer in seiner Jugend Engagement vorgelebt bekommen hat, wird später eher bereit sein, sich selbst zu engagieren. Und die feste Verankerung in einem Verein oder einem Verband – sprich: in der Zivilgesellschaft! – ist das beste Mittel gegen eine ganze Reihe individualgesellschaftstypischer Übel: Vereinsamung, Zukunftsangst, Unfähigkeit zu Empathie, Verwahrlosung, Depression.</p>
<p>Doch bei allem Hype um das Ehrenamt darf die Bereitschaft zu freiwilligem Engagement nicht ausgebeutet werden. Der Staat darf sich nicht systematisch darauf verlassen, dass „die Ehrenamtlichen das schon regeln werden“, und unter diesem Vorwand von seinen originären Pflichten zurücktreten, womöglich nur mit dem Zweck, Geld zu sparen.<br />
Es ist unlauter, eine „Ganztagesschule“ einzurichten, die sich von der Halbtagesschule nur dadurch unterscheidet, dass am Nachmittag ehrenamtliche Helfer eine Handball-AG anbieten, so wie das in Baden-Württemberg der Fall ist. Ehrenamt muss eingebettet werden in sinnvolle Strukturen, und Ehrenamt braucht professionelle Begleitung. Dafür muss Geld in die Hand genommen werden!</p>
<p>Eine Gesellschaft ist mehr als Schule, Polizei, ALG II und Solidaritätszuschlag. Der Staat ist dazu da, um unserer Gesellschaft Halt zu geben. Aber mit Leben gefüllt wird das Gemeinwesen von den Bürgerinnen und Bürgern, von uns!</p>
<p>Eine solidarische Bürgergesellschaft braucht Engagement!</p>
<p>Christoph Stammer<br />
Stellv. Vorsitzender<br />
Stadtjugendring Böblingen e.V.</p>
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